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Warum laufen?

Laufen ist gesund! Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben die positiven Effekt von moderatem Ausdauertraining auf Gesundheit und geistige Leistungsfähigkeit belegt.

 

Laufen :

  • stärkt das Immunsystem 
  • fördert das psychische Wohlbefinden 
  • wirkt sich positiv auf die Knochenfestigkeit aus 
  • verbessert die Körperhaltung 
  • dient dem Stressabbau 
  • trainiert den Fettstoffwechsel 
  • verbessert die geistige Fitness 
  • beugt Demenzkrankheiten vor 
  • beugt Gelenkerkrankungen vor

 

Wie mit allem kommt es aber auf die richtige Dosierung an. Damit die oben genannten positiven Effekte des Ausdauertrainings erreicht werden können, ist eine moderate und regelmäßige Belastung notwendig.

 

Leider trainieren Anfänger häufig nach dem Motto „ Was dich nicht umbringt, macht dich nur noch hart“ viel zu intensiv.

 

Dann wird aber das Laufen als sehr anstrengend und damit als unangenehm empfunden, und es kostet  Überwindung regelmäßig zu trainieren.

Der Breuberger Lauftreff wurde 1985 Gegründet

Die Gründer: Inge Müller, Bernd Pauli, Walter Kolb, Anita Barth und Fritz Müller.

 

Die Redaktion trainiert mit

Wo nicht nur dem Breilecker die Zunge raushangt

Am Parkplatz Gustavsruhe unterhalb der Burg Breuberg nimmt zweimal wöchentlich die Bewegung ihren Lauf

Guck, do is' die Bursch", ruft der Bursch“ neben mir und zeigt auf die Burg. „ Ja “ schnaufe ich, und strenge mich mächtig an, die  Begeisterung für den Ausblick zu teilen. Nicht, daß mir die  beeindruckende Festung Breuberg gleichgültig wäre ganz im  Gegenteil, mir imponiert sie mit ihrem Turm, ihren dicken Mauern und ihren sagenumwobenen Figuren wie dem Breilecker. Wenn einem aber selbst die Zunge heraushängt, können der und sein Steinhaufen einem schon einmal den Buckel runterrutschen.
Ich nämlich bin denselben heraufgelaufen und dabei mächtig ins Schwitzen geraten. Aber ausgerechnet an der Neustädter Burg mußte ich ja mal wieder Ritterlichkeit beweisen: Von sechs bis zwölf Kilometer reichen die Distanzen, über die Bewegungshungrige beim Breuberger Lauftreff ihre Beine in die Hände nehmen können. Ich habe das bei 13 nacheinander aufgerufenen Gruppen gleich in der zweiten Staffel getan: jener über elf Kilometer; schließlich fühle ich mich fit, durchpflüge regelmäßig den Dorf Erbacher Wald und laufe dort auch schon einmal zwischen zehn und zwölf Kilometer.
Allerdings müssen die Breuberger Kilometer wohl etwas länger sein, geht es mir nach gut der Hälfte der Strecke durch den Kopf eben dort, wohin Ernst eben noch einen kleinen Umweg eingeschlagen hat, schließlich soll ja auch etwas geboten werden, wenn wir schon einmal einen Gast aus der Oberzent haben", postuliert er, und mir fehlt die Puste, mich gegen die so verbal bezogene Eingemeindung Erbachs ins Beerfelder Land zur Wehr zu setzen. Dumm gelaufen.
Ober die Unterzent hinaus reicht das heimatkundliche Wissen des Kameraden offenbar nicht, aber dafür weiß Ernst in wichtigeren Dingen Bescheid: in welchem Tempo ein Elf Kilometer Lauf angegangen werden soll, damit die Muskulatur nicht in anaerobe Verhältnisse gerät (was ja auch wirklich eine Schweinerei wäre), wo die Belastungsphase einsetzen und wielange sie anhalten sollte, und wann man am besten zum Austrudeln übergeht, Pardon: überläuft. Denn schnell werden wir wohl auch dann noch sein, fürchte ich, während mein Laufkamerad mich in die Grundsätze der Physiologie einweiht.
Ernst, im ganzen Ernst Schäfer, ist einer von rund 20  Gruppenbetreuern des Breuberger Lauftreffs. Dabei handelt es sich um Zeitgenossen mit Lauferfahrung und Ortskenntnis. Beides zusammen versetzt sie in die Lage, ihre Mitläufer in der veranschlagten Zeit über die Runden zu bringen. Denn im Gegensatz zu irgendwelchen Rennen ist beim Lauftreff nicht die Kilometerzahl vorgegeben, sondern die Zeit: Eine Stunde soll's dauern; auf wieviel sich die Kilometer summieren, kann jeder Teilnehmer selbst wählen.
„Man sollte die Sache nicht zu ehrgeizig angehen, sondern sich je nach Fortschritt steigern. Dann macht's jeweils am meisten Spaß, und man hört auch nicht frustriert wieder auf, erzählt Dr. Rosemarie Bartels, mit der ich nach der Ankunft im Ziel wie der Start ist es der Parkplatz Gustavsruhe unterhalb der Burg Breuberg ebenso
zusammentreffe wie mit allen anderen Läufern der verschiedenen Anforderungsgrade. Weil sie alle zur selben Zeit starten und wieder ankommen läßt, begründet die Fixierung der Laufzeit ein gewisses Maß an Gemeinschaftserlebnis; die einzelnen Gruppen nämlich können je nach Anspruch recht klein ausfallen. Die Elfer etwa, wie Eingeweihte meine Distanz nennen, war an jenem Tag gerade mit drei Läufern besetzt.
Gesehen haben wir unterwegs allerdings auch mal andere; hier bog die Schar der Achteinhalber vor uns auf den Waldweg ein und bald wieder ab, dort kreuzten zwei Neuneinhalber. Das Laufrevier nämlich ist allen gemein die Wald und Feldgemarkung in Dreieck zwischen Burg Breuberg, Rondell und Heubach. Eine überschaubare Fläche.
Aber langweilig wird sie selbst dem nicht, der sich an beiden wöchentlichen Lauftreff Terminen auf die Socken macht.
Dafür sorgt das ausgeklügelte System, das sich Dr. Bartels, Bernd Pauli und Bruno Winkler mit ihrer erweiterten Führungsriege ausgedacht haben. Es beruht auf der kartographischen Erfassung des Laufgebiets. Mit dem Fahrradtacho abgemessen, sind dort alle überhaupt vorkommenden Varianten in Kilometern erfaßt, so daß der kundige Führer die gewünschte Streckenlänge stets neu zusammenstellen kann. So führt die Elf ein mal bis fast hinunter nach Heubach und kürzt dafür am Rondell ab, oder sie zieht eine Schleife zum Sandbacher Wald und verzichtet auf einen Ausblick nach GroßUmstadt. Die Topographie fährt dabei zu unterschiedlichen Anstiegsleistungen, weshalb die Elfer nicht immer gleich schwer ist .„Das war heute eine leichte Elf', rückt Ernst die Verhältnisse zurecht.
Stimmt, denn so schlimm war's ja in Wirklichkeit gar nicht.
Und was solche Schreibtisch-Täter von Journalisten können, das können Sie, liebe Leserinnen und Leser, schon lange.